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Sardinien

Der Golf von Orosei

Vierzig Kilometer Steilwand, und die besten Buchten erreicht man nur vom Wasser aus.

Zwischen Orosei und Arbatax wird die Ostküste zu einer durchgehenden Wand aus weißem Kalk, bis zu fünfhundert Meter hoch, und auf vierzig Kilometern führt keine Straße ans Meer hinunter. Die Strände liegen am Ende von Schluchten, die vom Supramonte herabkommen, und man fährt mit dem Boot oder geht zu Fuß.

Cala Luna hat am Ende des Strandes eine Reihe von Grotten und ist die größte; Cala Mariolu und Cala Biriala haben weißen Kies und durchsichtiges Wasser; Cala Goloritze, 1962 durch einen Bergsturz entstanden, hat eine hundertvierzig Meter hohe Kalknadel und ist nur über einen steilen Pfad oder mit dem Boot erreichbar. Die Zahl der Besucher pro Tag ist begrenzt.

Wie man hinkommt

Schlauchboote und Ausflugsboote fahren von Cala Gonone, Santa Maria Navarrese und Arbatax, und in der Hochsaison bucht man besser am Vortag. Zu Fuß steigt man von Cala Fuili in etwa zwei Stunden nach Cala Luna hinunter und von Su Porteddu in anderthalb Stunden nach Goloritze; in jedem Fall braucht man richtige Schuhe und viel Wasser.

Die Campingplätze liegen außerhalb des Golfs, nördlich Richtung Orosei und Siniscola und südlich Richtung Bari Sardo und Tortoli, denn drinnen wird nicht gebaut. Dahinter liegt der Supramonte mit der Grotte del Bue Marino und der Gorropu-Schlucht.